Berner Bauernkeramik


Kategorie:
Traditionelles Handwerk
Kanton:

Beschreibung

Die Region Thun-Heimberg-Langnau ist ein europaweit bekanntes Zentrum für handwerkliche Töpferware mit reichem Engobedekor. Vorwiegend Familienbetriebe stellen in traditioneller handwerklicher Technik Kleinserien und Einzelstücke her. Da das Töpferhandwerk lange Zeit auf landwirtschaftlichen Kleinbetrieben zur Selbstversorgung ausgeübt wurde, trägt es die Bezeichnung «Bauernkeramik». Im frühen 18. Jahrhundert entstanden im Kanton Bern fünf Töpfereizentren mit je eigenen künstlerischen Produktmerkmalen: Langnau, Heimberg und Albligen stellten Töpferware mit Engobenmalerei her, Simmental und Bäriswil produzierten weiss glasierte Fayencen. Die Nachfrage nach der Bauernkeramik stieg im 19. Jahrhundert mit dem Tourismus stark an. In ihrer Hochblüte um 1900 stellten zahlreiche Manufakturen Zier- und Schaukeramik sowie die Thuner Majolika an Messen in Paris und London aus. Heute ist das Handwerk jedoch gefährdet, auch wenn mit der Ausbildung von Lehrlingen aktive Nachwuchsförderung betrieben wird. Einerseits stehen die Handwerker in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, geprägt durch eine veränderte Konsumgesellschaft und Billigimporte verschiedener Grossanbieter. Andererseits hat der Bund die Berufe «Töpfer/in» und «Keramikmaler/in» in ein einziges Berufsfeld der «Keramiker/innen» überführt.

Bildergalerie

  • Traditionelles Dekor mit Tieren © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Mit Kobaldoxid wird das Blau auf eine Alt-Langnau-Suppenschüssel aufgetragen © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Der Töpfer an der Drehscheibe © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Ein Henkel wird angeschlickert © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Rohware und glasierte Krüge auf dem Gestell © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Die Stücke werden dekoriert © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Sorgfältig wird der Krug in den Glattbrand eingesetzt © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Jedem Töpfer sein Markenzeichen © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Ansicht einer Töpferwerkstatt © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Heimberg, 1917: Alter Töpfer © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Töpferei im Heimberg, 1917: Wie Nidel- und Salat-Schüsseln entstehen © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Frischgeformte Töpferwaren werden an der Luft getrocknet © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Die frischgeformten Töpferwaren werden, nachdem sie an der Luft getrocknet, mit Farbe übergossen © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Eine alte Töpferin bemalt Blumentöpfe © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Töpfer von Steffisburg, 1917, der seine Ware nach Thun auf den Markt bringt © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Kunsttöpferei-Laden, Steffisburg, 1917 © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Moderne Figuren, ausgeführt von H. Schmalz, Bildhauer © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Traditionelles Dekor mit Tieren © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Mit Kobaldoxid wird das Blau auf eine Alt-Langnau-Suppenschüssel aufgetragen © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Der Töpfer an der Drehscheibe © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Ein Henkel wird angeschlickert © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Rohware und glasierte Krüge auf dem Gestell © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Die Stücke werden dekoriert © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Sorgfältig wird der Krug in den Glattbrand eingesetzt © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Jedem Töpfer sein Markenzeichen © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Ansicht einer Töpferwerkstatt © Töpferei Maurachern, Wichtrach, 2010
  • Heimberg, 1917: Alter Töpfer © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Töpferei im Heimberg, 1917: Wie Nidel- und Salat-Schüsseln entstehen © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Frischgeformte Töpferwaren werden an der Luft getrocknet © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Die frischgeformten Töpferwaren werden, nachdem sie an der Luft getrocknet, mit Farbe übergossen © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Eine alte Töpferin bemalt Blumentöpfe © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Töpfer von Steffisburg, 1917, der seine Ware nach Thun auf den Markt bringt © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Kunsttöpferei-Laden, Steffisburg, 1917 © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz
  • Heimberg, 1917: Moderne Figuren, ausgeführt von H. Schmalz, Bildhauer © Hermann Stauder/Fotostiftung Schweiz

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Hermann Buchs: Vom Heimberger Geschirr zur Thuner Majolika. Thun, 1988

  • Ethnologisches Seminar der Universität Basel (Ed.): Berner Töpferei. Mensch und Handwerk. St. Gallen, 1983

  • Katrin Roth-Rubi: Chacheli us em Bode. Der Kellerfund im Haus 315 in Nidfluh, Därstetten. Ein Händlerdepot. Wimmis, 2000

  • Robert L. Wyss: Berner Bauernkeramik (Berner Heimatbücher). Bern, 1966

Dossier