Schwimmen im Rhein


Kategorie:
Umgang mit der Natur
  • Gesellschaftliche Praktiken
Kanton:

Beschreibung

Das Schwimmen im Rhein ist in Basel seit vielen Jahrhunderten äusserst beliebt. Im 15. Jahrhundert waren es Nonnen aus dem Kloster Klingental, die durch öffentliches Baden an heissen Sommertagen die sittlichen Gefühle der Bevölkerung provozierten. Als im 19. Jahrhundert das Schwimmen im offenen Rhein verboten wurde, initiierte die «Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige», Basel, den Bau von Badeanstalten. Wegen grossem Erfolg gab es bald vier Badehäuser, von denen gegenwärtig noch zwei in Betrieb sind. In den 1930er Jahren wurde der Rhein für Schwimmer wieder freigegeben. Heute treiben im Sommer täglich Hunderte «dr Bach ab» und mit ihnen die im 19. Jahrhundert erfundenen Schwimmsäcke. Einer der Höhepunkte der sommerlichen Schwimmsaison ist das Basler Rheinschwimmen, welches seit 1980 von der Basler Sektion der «Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft» organisiert wird. Über tausend Personen nehmen jedes Jahr an diesem Anlass teil. Und besonders begeisterte Schwimmerinnen und Schwimmer pflegen den täglichen Schwumm zu jeder Jahreszeit.

Bildergalerie

  • Am jährlich stattfindenden Rheinschwimmen lassen sich jedes Jahr über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bach ab treiben, 2000 © Claude Giger/picturebâle
  • Im 19. und 20. Jahrhundert wurde in der Stadt Basel das Schwimmen im Rhein zunehmend zu einer Volksbelustigung, o.J. © StABS, Basel
  • Das Breitebadhysli, eines der beiden Badehäuser aus dem 19. Jahrhundert, die noch in Betrieb sind, o. J. © StABS, Basel
  • Die beiden historischen Badehäuser Basels sind Quartiertreffpunkte und Ruhe-Orte für ein Sonnenbad, o. J. © StABS, Basel
  • Am jährlich stattfindenden Rheinschwimmen lassen sich jedes Jahr über 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Bach ab treiben, 2000 © Claude Giger/picturebâle
  • Im 19. und 20. Jahrhundert wurde in der Stadt Basel das Schwimmen im Rhein zunehmend zu einer Volksbelustigung, o. J. © StABS, Basel
  • Das Breitebadhysli, eines der beiden Badehäuser aus dem 19. Jahrhundert, die noch in Betrieb sind, o. J. © StABS, Basel
  • Die beiden historischen Badehäuser Basels sind Quartiertreffpunkte und Ruhe-Orte für ein Sonnenbad, o. J. © StABS, Basel

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Eugen A. Meier: Badefreuden im Alten Basel. Samt einer Beschreibung der historischen Gesundbrunnen im Baselbiet und im Leimental. Basel, 1982

  • Otto Neeracher: Bader und Badewesen in der Stadt Basel und die von Baslern besuchten Badeorte. Dissertation an der medizinischen Fakultät der Universität Basel. Basel, 1933

Dossier
  • Schwimmen im Rhein

    Ausführliche Beschreibung Letzte Änderung: 05.09.2012
    Grösse: 248 kb
    Typ: PDF