L‘esprit de Genève (Der Geist von Genf)


Kategorie:
Mündliche Ausdrucksweisen
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Beschreibung

Zehn Jahre nach der Gründung des Völkerbunds erschien "L’esprit de Genève" von Robert de Traz. In diesem Essay wird der Ursprung der gleichlautenden Tradition anhand von drei bedeutenden Persönlichkeiten geschildert: Jean Calvin, Jean-Jacques Rousseau und Henri Dunant, deren Erbe dazu beitrug, dass Genf zu einem Symbol für Dialog, Frieden und Demokratie wurde. Bereits während der Zeit der Reformation wurden Vertriebene in der Calvin-Stadt aufgenommen, die sich Weltoffenheit auf ihre Fahne geschrieben hatte. Als guter Genfer Bürger schlug der Autor des Gesellschaftsvertrags die Schaffung eines Bunds der Völker vor, um einen immerwährenden Frieden zu gewährleisten. Dabei orientierte er sich am Schweizer Modell. Hundert Jahre danach legte Henry Dunant den Grundstein für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das aus der Genfer Konvention von 1864 hervorgegangen ist. Dieses Abkommen wurde im 20. Jahrhundert ausgebaut, was zu den vier heutigen Grundpfeilern des humanitären Völkerrechts führte: den vier Genfer Konventionen von 1949 und ihren Zusatzprotokollen. Hinzu kommen verschiedene Initiativen, die nicht unbedingt miteinander verbunden sind, aber bei denen es um das gleiche Ziel geht, nämlich das Eintreten für die Menschenrechte: der "Appel spirituel de Genève" (spiritueller Appell von Genf, 1999), der Genfer Appell für das Verbot von Antipersonenminen (2000) und die Genfer Initiative für den Frieden in Israel und Palästina (2003). Nicht zu vergessen ist auch die Tatsache, dass Genf das weltweite Zentrum der internationalen privaten Schiedsgerichtsbarkeit und Sitz zahlreicher NGOs ist sowie die höchste Konzentration von Beamtinnen und Beamten der Vereinten Nationen weltweit aufweist.

Bildergalerie

  • Luftaufnahme des Quartiers der internationalen Organisationen, Genf © United Nations, 2010
  • Der "Place des Nations" und der Eingang des "Palais des Nations", Genf © United Nations, 2010
  • Gesamtansicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16. Sitzung des Menschenrechtsrats, Genf © United Nations, 2011
  • Hauptquartier des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf © Alexander Umbricht, 2004
  • Eröffnungssitzung des Völkerbunds, Genf, 15. November 1920
  • Luftaufnahme des Quartiers der internationalen Organisationen, Genf © United Nations, 2010
  • Der "Place des Nations" und der Eingang des "Palais des Nations", Genf © United Nations, 2010
  • Gesamtansicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16. Sitzung des Menschenrechtsrats, Genf © United Nations, 2011
  • Hauptquartier des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz in Genf © Alexander Umbricht, 2004
  • Eröffnungssitzung des Völkerbunds, Genf, 15. November 1920

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Association de la Revue Equinoxe (Ed.) : Esprits de Genève. Idées d’Europe. Fribourg (revue Equinoxe no. 17). Lausanne, 1997

  • Roger Durand et al. : Genève et la paix. Acteurs et enjeux. Trois siècles d’histoire. Actes du colloque historique tenu au plais de l’Athénée, les 1-2-3 novembre 2001. Genève, 2005

  • Graduate Institute of International and Development Studies, Geneva (Ed.) : The spirit of Geneva in a globalized world. The twelfth Annual Humanitarian Conference of Webster University, Geneva (Refugee survey quarterly no. 4, vol. 26). Geneva, 2007

  • Maryvonne Stepczynski Maitre : « L’esprit de Genève », de Robert de Traz. Retour aux origines du mythe de la Genève internationale. Genève, 2002

  • Robert de Traz : L’esprit de Genève. Paris, 1929

  • Joseph Meri Yammouni (Ed.) : L’esprit de Genève mal dans sa peau ? Genève, 1991

Dossier
  • L'Esprit de Genève

    description détaillée Letzte Änderung: 24.08.2012
    Grösse: 305 kb
    Typ: PDF