Solothurner Fasnacht


Kategorie:
Gesellschaftliche Praktiken
  • Mündliche Ausdrucksweisen
  • Darstellende Künste
Kanton:

Beschreibung

Die Solothurner Fasnacht beginnt am 13. Januar, dem Namenstag des Heiligen Hilarius. Das lateinische Wort "hilaris" ("fröhlich", "heiter") verweist auf das freudige Treiben, das nun folgt. Seit dem 17. Jahrhundert ist der "Hilari"-Tag als Beginn der Fasnachtsbälle belegt, seit 1853 läutet die "Narrenzunft Honolulu" am Hilari mit ihrer närrischen Generalversammlung und dem anschliesenden "Hilari-Umgang" die Fasnacht ein. Der Ober der Narrenzunft Honolulu setzt den Stadtammann ab, die Rathausgasse nimmt ihren einstigen Namen «Eselsgasse» an und Solothurn nennt sich bis zum Aschermittwoch "Honolulu".

Der Auftakt der eigentlichen Fasnachtswoche ist die "Chesslete" am Schmutzigen Donnerstag. Mehrere tausend Fasnächtler in weissen Hemden und Schlafmützen, mit roten Halstüchern und Lärminstrumenten wecken – vom Oberchessler angeführt – die Bevölkerung für die "fünfte Jahreszeit". Ähnlich anderer Fasnachten in der Schweiz finden Umzüge und Bälle statt, präsentieren sich Guggenmusiken und Schnitzelbankgruppen an der Strassen- und Beizenfasnacht, werden Fasnachtszeitungen herausgegeben und ein "Böögg" verbrannt. "Hilari" und "Chesslete" sind jedoch charakteristisch für die Solothurner Fasnacht und strahlen in den ganzen Kanton aus. Selbst nördlich des Juras werden sie in Gemeinden des Kantonsgebiets gefeiert.

Bildergalerie

  • "Narrenzunft Honolulu" beim "Hilari-Umgang", mit Tambouren und der seit 1881 belegten Hilari-Musik © Oliver Menge, 2003
  • "Chesslete" in der Altstadt von Solothurn am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags © Oliver Menge, 2006
  • Vertreibung des Winters durch die "Chesslete" mit rund 6000 Teilnehmenden in weissen Nachthemden © Oliver Menge, 2004
  • Solothurner Strassen- und Beizenfasnacht: Guggenmusiken spielen ihre einstudierten Stücke © André Kilchenmann, 2010
  • Zwei "Gondolieri" greifen die Diskussion um den alten Sessellift am Weissenstein auf © André Kilchenmann
  • Auch an den Solothurner Fasnachtsumzügen darf die Konfetti-Kanone nicht fehlen © André Kilchenmann, 2011
  • Rund zwanzig Guggenmusiken, entstanden seit den 1970er Jahren, gibt es in der Stadt Solothurn © André Kilchenmann, 2006
  • Die Fasnachtswagen entstehen in mehrmonatiger Bastelarbeit © André Kilchenmann, 2011
  • Die 11i-Schränzer-Gruppe ist die einzige Kinderguggenmusik der Stadt Solothurn © André Kilchenmann, 2006
  • Seit 1970 schunkeln nach dem Sonntagsumzug Gross und Klein zum Klang der "Monster-Guggerete" mit © André Kilchenmann, 2006
  • Beim "Drumm-Gugu-Lala-Pfiff" am Fasnachtsmontagabend werden Lieder und Schnitzelbänke dargeboten © Peter Pulfer, 2006
  • Am Dienstagabend tritt das Narrenvolk zum Zapfenstreich an und singt "I ma nümm" © Peter Pulfer, 2006
  • Die Guggenmusik "Ambassadonner" posiert vor dem "Böög", der jedes Jahr sein Geschlecht wechselt © André Kilchenmann, 2006
  • Die Fasnacht endet am Aschermittwoch mit dem "Bööggverbrennen" © André Kilchenmann, 2009
  • "Narrenzunft Honolulu" beim "Hilari-Umgang", mit Tambouren und der seit 1881 belegten Hilari-Musik © Oliver Menge, 2003
  • "Chesslete" in der Altstadt von Solothurn am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags © Oliver Menge, 2006
  • Vertreibung des Winters durch die "Chesslete" mit rund 6000 Teilnehmenden in weissen Nachthemden © Oliver Menge, 2004
  • Solothurner Strassen- und Beizenfasnacht: Guggenmusiken spielen ihre einstudierten Stücke © André Kilchenmann, 2010
  • Zwei "Gondolieri" greifen die Diskussion um den alten Sessellift am Weissenstein auf © André Kilchenmann
  • Auch an den Solothurner Fasnachtsumzügen darf die Konfetti-Kanone nicht fehlen © André Kilchenmann, 2011
  • Rund zwanzig Guggenmusiken, entstanden seit den 1970er Jahren, gibt es in der Stadt Solothurn © André Kilchenmann, 2006
  • Die Fasnachtswagen entstehen in mehrmonatiger Bastelarbeit © André Kilchenmann, 2011
  • Die 11i-Schränzer-Gruppe ist die einzige Kinderguggenmusik der Stadt Solothurn © André Kilchenmann, 2006
  • Seit 1970 schunkeln nach dem Sonntagsumzug Gross und Klein zum Klang der "Monster-Guggerete" mit © André Kilchenmann, 2006
  • Beim "Drumm-Gugu-Lala-Pfiff" am Fasnachtsmontagabend werden Lieder und Schnitzelbänke dargeboten © Peter Pulfer, 2006
  • Am Dienstagabend tritt das Narrenvolk zum Zapfenstreich an und singt "I ma nümm" ©Peter Pulfer, 2006
  • Die Guggenmusik "Ambassadonner" posiert vor dem "Böög", der jedes Jahr sein Geschlecht wechselt © André Kilchenmann, 2006
  • Die Fasnacht endet am Aschermittwoch mit dem "Bööggverbrennen" © André Kilchenmann, 2009

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Max Egger, Ruedi Rust: Solothurner Fasnacht. Solothurn, 1982

  • Interview mit Peter Keller (Ober der Narrenzunft Honolulu) vom 11. Oktober 2011. Aargauer Kuratorium, Aarau

  • Interview mit André Kilchenmann (Mitglied der Guggenmusig «Abassadonner») vom 6. September 2011 in Basel. Aargauer Kuratorium, Aarau

  • Wolfgang Wagmann: Solothurner Fasnacht im Wandel der Zeiten (Mitteilungen der Töpfergesellschaft Solothurn. Neue Folge 2). Solothurn, 1998

Dossier